Neuigkeiten

  • Bildungskongress im Dialog (Teil V) zum Thema: Für einen erfolgreichen Start in den Lehrberuf – Neue Wege der Lehrkräfteausbildung in Deutschland

    Diskussion mit Prof. Dr. Olaf Köller, IPN Kiel, und Staatsrat Rainer Schulz, Hamburg

    Hier gelangen Sie zum Youtube-Link mit der Aufzeichnung des Dialogs.

    Die Professionalisierung von Lehrpersonen angesichts sich wandelnder Anforderungen an schulisches Lernen und Lehren sowie eines gravierenden Lehrkräftemangels ist Leitziel der Lehrkräftebildung, sowohl der Ausbildung in der ersten und zweiten Phase als auch der Fort- und Weiterbildung. Die pädagogisch reflektierte Nutzung digitaler Technologie, die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität, die erfolgreiche Gestaltung von Schulentwicklungsprozessen, die Reduzierung von Bildungsbenachteiligung, die Förderung leistungsschwacher und leistungsstarker Schüler:innen, der Umgang mit Heterogenität und Inklusion, die Stärkung von Demokratieerziehung und Nachhaltigkeitsbildung sind Beispiele dringlicher Qualifizierungsbedarfe.

    Wissenschaftliche Evaluationen und Gutachten wissenschaftlicher Kommissionen – wie beispielsweise jenes, das jüngst die „Ständige wissenschaftliche Kommission (SWK)“ der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgelegt hat – zeigen: Die Lehrkräftebildung ist in den Fokus einer (fach-)öffentlichen Debatte gerückt. Denn manches erscheint nicht mehr zeitgemäß und ist in der Tat reformbedürftig. Aus diesem Grund hat die Konferenz der Kultusminister (KMK) in ihrer letzten Sitzung wegweisende Beschlüsse gefasst.

    In welchem Verhältnis sollten Theorie und Praxis im Rahmen der Lehrkräfteausbildung stehen? Benötigen angehende Lehrpersonen mehr und frühere Praxiserfahrungen? Wie kann eine Ausbildung aus einem Guss gestaltet werden, wie kann phasenübergreifend ein kumulativer Kompetenzaufbau gelingen? Wie sollten Seiten- und Quereinsteiger qualifiziert werden? Welche alternativen Wege ins Lehramt erscheinen sinnvoll?


    Begrüßung: Prof. Dr. Christian Fischer & Dr. Christiane Fischer-Ontrup, Universität Münster

    Diskussion:
    Prof. Dr. Olaf Köller, IPN Kiel, Vorsitzender der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der KMK (SWK)

    Rainer Schulz, Staatsrat der Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg

    Moderation: Burkhard Jungkamp, Staatssekretär a.D.

  • Die Anmeldung zum 8. Münsterschen Bildungskongress ist gestartet

    Die Anmeldung zum Kongress ist ab sofort geöffnet. Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

  • Bildungskongress im Dialog Teil V: Diskussion mit Prof. Dr. Petra Stanat, Staatsrat Rainer Schulz und OStD Christof Haering (Landfermann-Gymnasium Duisburg)

    Wann: 14. Dezember 2023

    Titel: Noch Luft nach oben – Förderung von Spitzenleistungen an unseren Schulen. Aktuelle Befunde des IQB-Bildungstrends

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    In regelmäßigen Abständen misst der IQB Bildungstrend die Kompetenzen von Schüler*innen in unterschiedlichen Fachdomänen. Die aktuelle Studie, durchgeführt im letzten Jahr in den 9. Jahrgangstufen zahlreicher Schulen, untersuchte die Kompetenzentwicklung in den Bereichen Lesen, Schreiben und Hörverstehen in Deutsch, Englisch und zum Teil Französisch. Maßstab der Untersuchung sind die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz.

    Die im Oktober veröffentlichten Befunde sind nicht nur in Fachkreisen, sondern auch medial intensiv diskutiert worden. Dabei richtete der Blick sich vor allem auf den Anteil jener Schüler*innen, die nicht einmal die Mindeststandards erreichen. In Deutsch ist er deutlich zu groß, in Englisch hingegen sind die Ergebnisse erfreulicher. Und nach wie vor erweist sich der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg als äußerst stark. Aktuell werden die IQB-Resultate durch die besorgniserregenden PISA-Ergebnisse bestätigt.

    Wie aber sieht die Situation an der Leistungsspitze aus? Diese Frage ist bislang zumindest in der öffentlichen Diskussion zu kurz gekommen. Wir wollen genauer hinschauen und entsprechende Befunde des IQB-Bildungstrends differenziert betrachten. Wie groß ist der Anteil von Neuntklässler*innen, die die beiden obersten Kompetenzstufen erreichen. Welche Fortschritte, welche Probleme lassen sich bei der Förderung der Leistungsspitze feststellen? Welche Ursachen lassen sich identifizieren und welche Handlungsbedarfe können aus ihnen abgeleitet werden? Wie steht es um die zum Teil deutlichen Unterschiede in den Ergebnissen zwischen den Bundesländern? Und vor allem: Wie lässt sich die Förderung von leistungsschwächeren und leistungsstärkeren Schüler*innen miteinander vereinbaren?

    Antworten auf diese und weitere Fragen rund um den aktuellen Stand der Förderung von Spitzenleistungen an unseren Schulen diskutieren Prof. Dr. Petra Stanat, Staatsrat Rainer Schulz und OStD Christof Haering (Landfermann-Gymnasium Duisburg) in einem durch StS a.D. Burkard Jungkamp moderiertem Dialog.

  • 8. Münsterscher Bildungskongress

    Wir freuen uns den 8. Münsterschen Bildungskongress mit dem Titel Potenziale entwickeln – Schule transformieren – Zukunft gestalten ankündigen zu dürfen. Der Kongress findet vom 18. – 21. September 2024 statt. Erneut wird er in Kombination mit der LemaS-Jahrestagung organisiert.

  • Bildungskongress im Dialog Teil III: Diskussion mit Prof. Dr. Gabriele Weigand und Prof. Dr. Christian Fischer

    Termin: 09.März. 2023

    Titel: Begabungsförderung: Ein Schlüssel für die Gestaltung unserer Zukunft – Ansätze, Konzepte, Ansprüche

    Hier gelangen SIe zum YouTube-Link mit der Aufzeichnung des Dialogs.

    Die bestmögliche individuelle Förderung aller Schüler*innen, der leistungsschwächeren ebenso wie der leistungsstärkeren, sei vorrangige Aufgabe der Schule. Das folge aus dem Gebot der Chancengleichheit und zahle sich letztlich nicht nur für Einzelne, sondern für die Gesellschaft insgesamt aus. Dies sind Kernaussagen der „Münsterschen Empfehlungen“, die im September 2021 anlässlich des siebten Münsterschen Bildungskongresses der Bildungspolitik übergeben wurden, unterzeichnet von Vertreter*innen aus Stiftungen und Wissenschaft. Gerade in Zeiten multipler Krisen und globaler Herausforderungen – Schutz von Klima, Umwelt und Gesundheit, Sicherung von Frieden und Demokratie, Reduzierung sozialer Ungleichheit, Förderung von Integration und Inklusion – sei es besonders wichtig, die Potenziale junger Menschen zu heben und deren Bereitschaft zu fördern, aktiv Verantwortung zu übernehmen in Politik, Wirtschaft und Kultur. Schließlich gehe es um das Überleben der Welt und die nachhaltige Gestaltung der Zukunft.

    Kurzum: Gelingende Potenzialentfaltung und Begabungsförderung, das ist die Kernthese, können bei der allenthalben geforderten Transformation der Gesellschaft und insbesondere bei der Gestaltung eines gerechteren und zukunftsfähigen Bildungswesens einen wertvollen Beitrag leisten. Doch wie können Potenzialerkennung und Begabungsförderung dazu beitragen und wie müssen Schule und Bildungsprozesse gestaltet werden, damit junge Menschen jene Kompetenzen erwerben, die für die individuelle und gesellschaftliche Bewältigung künftiger Herausforderungen erforderlich sein werden? Was folgt aus diesem nicht nur individuellen, sondern stärker auch sozialen und gesellschaftlichen Anspruch der Begabungsförderung? Müssen Kernbegriffe wie Intelligenz, Begabung und Potenzial neu definiert werden? Welche Begabungen sollten heutzutage besonders in den Blick genommen werden? Wie können sie frühzeitig erkannt und gefördert werden? Was folgt daraus für die Professionalisierung der Lehrkräfte? Und schließlich: Den Stellenwert von Potenzialentfaltung und Begabungsförderung in unseren Schulen zu vergrößern, sie aus ihren Nischendasein zu befreien, war ein Ziel der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“. Was hat das 2018 gestartete Programm bislang bewirkt, und wie soll dessen nun anstehende Transferphase gestaltet werden?

    Antworten auf diese und weitere Fragen rund um den aktuellen Stand der Begabungsforschung und Begabungsförderung in Deutschland geben Prof. Dr. Gabriele Weigand, Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und Koordinatorin der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“, und Prof. Dr. Christian Fischer, Professor für Begabungsforschung und individuelle Förderung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

    Moderiert wird die Diskussion, die schließlich für alle Teilnehmer*innen geöffnet wird, von Burkhard Jungkamp, StS a.D..

  • Bildungskongress im Dialog auf YouTube

    Wir freuen uns ankündigen zu dürfen, dass unsere neue Veranstaltungsreihe Bildungskongress im Dialog jetzt auch auf YouTube vertreten ist!

    Hier geht es zu sämtlichen Videos: https://go.wwu.de/agqds

    Viel Spaß beim Ansehen!

  • Bildungskongress im Dialog Teil II: Diskussion mit Teil II Prof. Dr. Kai Maaz

    Wann: 17.10.2022

    Titel: Bildung in Krisenzeiten – Bildungsbericht und Bildungstrend: aktuelle Befunde zur Situation des Bildungssystems in Deutschland

    Hier gelangen Sie zum YouTube-Link mit der Aufzeichnung des Dialogs.

    Bildung ist Schlüssel zu einer humanen und sozial gerechten, wirtschaftlich erfolgreichen und kulturell vielfältigen Zukunftsgesellschaft. Sie erst ermöglicht den Eintritt in die Welt von morgen. Das gilt für jeden Einzelnen, für unsere Wirtschaft, für unsere Gesellschaft. Und das gilt insbesondere in schwierigen Zeiten, in denen viele von uns sorgenvoll in die Zukunft blicken. 

    Zugleich sind die Erwartungen an Bildung und Bildungspolitik höchst unterschiedlich. Die einen fordern die Gewährleistung einer Grundbildung für alle, manche speziell bessere Kompetenzen im Rechnen und Schreiben, andere die Förderung digitaler Kompetenzen angesichts der Entwicklung von Digitalität zum technologischen Leitmedium, die Berücksichtigung von Fremdsprachen in einer von Internationalisierung und Globalisierung geprägten Welt, den Aufbau ökologischer Kompetenzen in Zeiten des Klimawandels oder pädagogische Maßnahmen zur Sicherung von Frieden und Demokratie sowie zur Stärkung sowie Förderung von Inklusion und Integration. Die einen fordern mehr Unterrichts- und Schulqualität bei mehr Eigenverantwortung für die Einzelschule, andere hingegen vor allem kürzere Ausbildungszeiten, flexiblere Arbeitszeiten und verbesserte Fortbildungsangebote für Lehrer*innen. Wieder andere räumen der Förderung von Zukunftskompetenzen wie Kommunikations- und Kritikfähigkeit, Kreativität und Kollaboration besondere Priorität ein. Kurzum: Die Erwartungen an Bildung und Bildungspolitik sind vielfältig. Was viele eint, ist die Überzeugung, dass sich im Bildungssystem einiges ändern müsse.

    Doch: Wie steht es tatsächlich um unser Bildungssystem? Welche Stärken, welche Probleme lassen sich identifizieren? Wie steht es um Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit und Bildungsqualität? Welche Folgen der Corona-Pandemie lassen sich erkennen, und welche Konsequenzen sollten daraus gezogen werden? Kurzum: Wie dringlich ist der Reformbedarf des Bildungssystems? Wie dringlich erscheint dessen grundlegende Modernisierung, um Kernziele wie mehr Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit zu erreichen und eine insgesamt größere Flexibilität des Bildungswesens zu ermöglichen – auch um möglichst zeitnah auf überraschende Entwicklungen wie eine Pandemie oder die Aufnahme größerer Zuwanderungsströme reagieren zu können?  

    Aufschluss darüber versprechen der Nationale Bildungsbericht 2022 sowie der soeben veröffentlichte Bildungstrend 2021. In ihrem Zusammenspiel ermöglichen sie, datenbasiert die jeweils aktuelle Situation unseres Bildungssystems zu beschreiben und zu analysieren. Sie bieten nicht nur Bildungspolitik, Wissenschaft und Schulpraxis, sondern einer interessierten Öffentlichkeit Anregung und Orientierung. Denn jede Bewertung des Bildungssystems setzt die Kenntnis gesicherter, differenzierter Daten voraus: Schließlich findet nur derjenige einen Weg zum Ziel, der, weiß, wo er steht. Vor allem die Bewältigung der großen Herausforderungen künftiger Bildungspolitik – die Stichworte heißen beispielsweise „mehr Chancengleichheit“, „mehr Gerechtigkeit“, „bessere Qualität, „Inklusion und Integration“, „Digitalität“ und „Personalgewinnung und Professionalisierung“ –   erfordert eine ebenso kontinuierliche wie differenzierte Bildungsberichterstattung.

    Diese Fragen und Themen wird StS a.D. Burkhard Jungkamp im Gespräch mit Prof. Kai Maaz erörtern, bevor die Diskussion für alle Teilnehmer*innen geöffnet wird.

  • Neue digitale Veranstaltungsreihe – Bildungskongress im Dialog

    Teil I: „Wenn wir jetzt nicht aus der Ruhe gebracht sind, wann denn sonst?“ Aufgaben und Herausforderungen von Bildungssystem und Schule aus der Perspektive eines renommierten Soziologen – Gespräch mit Prof. Dr. Armin Nassehi

    Hier gelangen Sie zum YouTube-Link mit der Aufzeichnung des Dialogs.

    Termin: 6. Mai 2022
    Klimawandel, Corona-Pandemie, nun der Krieg in der Ukraine – angesichts der gegenwärtigen Krisen ist vielen Menschen – das belegen aktuelle empirische Befunde – der Zukunftsoptimismus verloren gegangen, dominieren stattdessen Sorgen, Ängste, Unbehagen.

    „Wenn wir jetzt nicht aus der Ruhe gebracht sind, wann denn sonst,“ sagt Prof. Dr. Armin Nassehi. Zugleich stellt er die Frage, „wie die Menschen, wie die Menschheit, wie die Gesellschaft so viel Leid und Problematisches zulassen kann, während sie die Mittel dagegen doch in der Hand zu halten scheint?“ Den Grund dafür sieht er in einer strukturellen Überforderung der Gesellschaft.

    Inwieweit trifft eine solche Diagnose auch auf unser Bildungssystem und auf unsere Schulen zu? Welche gesellschaftlichen Funktionen hat das Bildungssystem in einer modernen, liberalen und höchst komplexen Gesellschaft? Welches sind – soziologisch gesehen – die Aufgaben und Ziele von Bildung und Erziehung? Welche Aufgaben hat die Bildungspolitik, welche haben die Schulen, und was können beide jeweils tun, um diese Aufgaben und Zielsetzungen zu erreichen? Und wie können gesellschaftliche und pädagogische Funktionen in Balance gehalten werden?

    Im Kern wird es auch darum gehen, inwieweit die Erwartungen an Bildungssystem und Schule realistisch oder doch eher zu ambitioniert sind. Bildung, sagt Prof. Dr. Armin Nassehi, sei der Joker schlechthin, wenn es darum gehe, Ursachen und Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu benennen. Aber ist es letztlich nicht utopisch zu glauben, Bildung und Erziehung könnten den neuen Menschen für unsere spätmoderne Gesellschaft schaffen? Und wenn ja: Wie sollten unsere Schulen die großen Fragen unserer Zeit thematisieren – die Sicherung des Friedens, die Stärkung der Demokratie, der Schutz der Umwelt, die Förderung von Integration und Inklusion, die Reduzierung von Ungleichheit, die Förderung des Individuums, der Umgang mit Digitalisierung- auch in dem Bewusstsein, letztgültige Antworten nicht geben zu können? Inwieweit ist es gerade in Krisenzeiten besonders wichtig, die Potenziale junger Menschen zu heben und die Bereitschaft zu fördern, aktiv Verantwortung zu übernehmen in Politik, Wirtschaft und Kultur?

    Diese Fragen wird Burkhard Jungkamp im Gespräch mit Prof. Armin Nassehi erörtern, bevor die Diskussion für alle Teilnehmer*innen geöffnet wird. Wir dürfen gespannt sein, welche Antworten ein renommierter Soziologe, der auch ein erziehungswissenschaftliches Studium absolviert hat, anbietet.

    Prof. Dr. Armin Nassehi war Keynote-Speaker am Eröffnungstag des 7. Münsterschen Bildungskongresses im September 2021. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und seit 2012 Herausgeber der Kulturzeitschrift „Kursbuch.“ Von ihm erschienen zuletzt u.a. die auch von einer breiten Öffentlichkeit vielbeachteten Publikationen „Unbehagen. Theorie der überforderten Gesellschaft“ (München 2021), sowie „Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft“ (München 2019). Das „Kursbuch“ vom März 2018 widmet sich dem Thema der Bildung („301 Gramm Bildung“, Kursbuch 193, Hamburg 2018).